Schloss Lengberg

Die Anfänge des Schlosses bei Nikolsdorf in Osttirol reichen bis in das Jahr 1190 zurück.

Im 12. Jahrhundert waren die Grafen von Lechsgemünde im heutigen Osttirol vertreten: Zahlreiche Burgen wie die Kienburg in der Gemeinde Matrei und Schloss Lengberg gehörten zu ihrem Besitz. Schloss Lengberg fiel wahrscheinlich die Aufgabe als Verwaltungssitz zu: Der Aufbau der romanischen Anlage mit Palas und Ringmauer, aber ohne Bergfried, lassen darauf schließen.

Im 15. Jahrhundert wurde Schloss Lengberg dann umgebaut, heute zeigt es sich in dieser spätgotischen Prägung. Damals kam auch die Burgkapelle zu den Heiligen Sebastian und Nikolaus dazu. Ab dem 19. Jahrhundert wurde es für verschiedene Zwecke genutzt, unter anderem war Königin Wilhelmina der Niederlande hier im Sommer zu Gast. Das Gebäude verfiel allerdings zusehends.

Als es 1956 in den Besitz des Landes Tirol überging, wurde es mit Hilfe vieler Freiwilliger zuerst renoviert und dann dem AufBauWerk der Jugend zur Nutzung überlassen. Diese Organisation nutzt und bewohnt Schloss Lengberg heute noch, weshalb das ehrwürdige Gebäude nur von außen bewundert werden kann. Interessant: Im Zuge einer Generalsanierung im Jahr 2008 wurden wertvolle Funde gemacht. Neben Flöten und Münzen wurde sogar ein Büstenhalter aus dem 15. Jahrhundert gefunden, eine wahre Sensation!

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