Kehlburg

Die Kehlburg in Gais wurde im frühen 12. Jahrhundert erbaut, heute zeigt sie sich nur noch als Ruine.

Neben Burg Neuhaus hat Gais eine weitere Burgruine aufzuweisen, und zwar die Kehlburg. Auf einer Meereshöhe von 1.188 m gelegen, wurde die Burganlage bereits im frühen 12. Jahrhundert von den Brixner Bischöfen errichtet. Bischof Albuin war wohl die treibende Kraft - er erwarb im Jahre 995 auf dem “praedium Chela” einen Hof. Die Burg war zunächst als “Chela Burg” bekannt. In den folgenden Jahrhunderten war die Burg stets Gegenstand von Lehen oder Pfand.

Ein häufiger Besitzerwechsel kennzeichnet die lebhafte Geschichte der Kehlburg. Um 1500 war sie bereits zur Ruine geworden - im Jahre 1545 wurde sie Hans von Rost als Lehen übergeben, mit der Verpflichtung, diese wieder in Stand zu setzen. Weiterverkauft wurde sie 1891 an den ungarischen Bischof Sigismund Bubnics, der die Burg wieder auf Vordermann brachte und sie prachtvoll ausstattete. Aus finanziellen Gründen jedoch musste er die Burg verkaufen.

Ein besonders schwarzer Tag in der Geschichte der Burg war der 30. April 1944, an dem die Burg einem verheerenden Feuer zum Opfer fiel. Sie brannte vollständig aus. Da die Kehlburg nicht wieder aufgebaut wurde, zeigt sie sich heute als Ruine. Erreichbar ist sie heute über den Wanderweg Nr. 2, der vom Dorf Gais startet. Durch dichten Wald erreicht man lichte Wiesen mit einigen Bergbauernhöfen. Nach einer Wanderstunde ist die geheimnisvolle Kehlburg erreicht.

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