Skitour zum Monte Castello

Diese Skitour führt von Pederü über das Fanesgebiet zum Felszahn des Monte Castello in der Fanesgruppe (2.817 m ü.d.M.).

Los geht die Tour um 07.00 Uhr bei -15° C am Parkplatz des Berggasthauses Pederü (1.540 m ü.d.M.), erreichbar von St. Vigil in Enneberg. Auf Tourenskiern wandern entlang der breiten Forststraße Richtung Faneshütte. In zahlreichen Serpentinen erreichen wir eine Hochebene, hier wird der Weg flacher, und langsam lacht auch die Sonne hinter den Berggipfeln hervor. Weiter geht es taleinwärts Richtung Fanesalm, ziemlich flach. Das Gebiet ist aber wirklich eindrucksvoll und der Weg gesäumt von schroffen Felsgipfeln. In gleichmäßigem Schritt erreichen wir die Faneshütte (2.069 m ü.d.M.). Auch das oberhalb der Hütte gelegene Limojoch, das nächste Etappenziel, ist schon in Reichweite. In einigen etwas steileren Kehren erreichen wir schließlich auch das Joch (2.172 m ü.d.M.) - hier genießt man ein wirklich tolles Panorama über das Fanesgebiet, Neuner, Zehner, Pareispitze und viele andere Gipfel.

Auch unser Ziel ist in der Ferne bereits zu sehen: der kleine Felszahn zwischen Furcia Rossa und Ciampestrin. Weiter geht es in südliche Richtung, und zwar bergab, mit einem Höhenverlust von ca. 100 m, zu einer weiteren Hütte (Felle abziehen ist evt. ratsam). Hier ist der Felszahn und das Biwak des Friedens (Bivacco della Pace) schon deutlich zu sehen und sie scheinen näher, als sie in Wirklichkeit sind. Wir wandern weiter durch das Vallon Bianco und halten uns stetig rechts, im Angesicht der Ciampestrin-Felsen. Auch hier nimmt das Bergauf und Bergab kein Ende, das hügelige Gebiet verlangt Ausdauer.

Nur langsam rückt der Monte Castello näher, und schließlich trennen uns nur noch einige Spitzkehren vom Biwak des Friedens. Endlich wird das Gelände etwas steiler und so auch besser begehbar. Nach mehr als 4 Stunden ist es soweit, und wir blicken am Fuße des Monte Castello über den Kamm Richtung Cortina und das Dreigestirn der Tofane. Nach einer Essenspause im (eiskalten) Biwak brechen wir auf und wedeln durch das breite Hochtal, gefüllt mit gepresstem Pulver. Mit viel Schwung versuchen wir, das Auf und Ab zu überwinden, es bleibt uns aber nicht erspart, für den Anstieg zum Limojoch wieder die Felle aufzuziehen. Nach einer Stärkung an der Faneshütte fahren wir auf dem Forstweg Richtung Ausgangspunkt, der Weg ist teilweise aber so flach, dass man kaum vorwärts kommt (Achtung, Rodler unterwegs!). Irgendwann kommt der Schwung zurück, und wir kurven mit 1.300 Höhenmeter in den Beinen zum Ausgangspunkt zurück.

Anmerkung: landschaftlich sehr eindrucksvoll, jedoch sehr lange Skitour. Das Vallon Bianco ist mitunter lawinengefährdet, aktuelle Bedingungen erfragen! Orientierung bei Schlechtwetter schwierig, abzuraten. Das Ziel ist nicht wie üblich ein Gipfel, sondern ein Kamm am Fuße des Gipfels mit herrlicher Aussicht. Der lange Marsch lohnt sich vor allem, wenn das Kar unterhalb des Gipfels mit Pulver gefüllt ist.

Autor: BS

Hinweis: Falls Sie diese Skitour machen möchten, informieren Sie sich bitte über die aktuellen Bedingungen, Schnee- und Wetterlage sowie Lawinengefahr noch einmal vor Ort. Gründliche Planung, technische Ausrüstung (LVS-Gerät, Lawinenschaufel und Sonde) sowie detailliertes Kartenmaterial sind unerlässlich!

Ausgangspunkt: Berggasthaus Pederü, St. Vigil in Enneberg
Weg: Pederü - Fanesalm - Faneshütte - Limojoch - Vallon Bianco - Biwak des Friedens - Felszahn des Monte Castello
Gehzeit: 4 bis 5 Stunden
Höhenunterschied: 1.300 m
Erlebt: März 2009
Weitere Informationen: Tourismusverein St. Vigil in Enneberg, Tel. +39 0474 501037

Empfohlene Unterkünfte

  1. Chalets Graziani
    Residence

    Chalets Graziani

  2. Hotel Post - Tolderhof
    Hotel

    Hotel Post - Tolderhof

  3. Hotel Bad Waldbrunn
    Hotel

    Hotel Bad Waldbrunn

  4. Apartments Sauter
    Ferienwohnungen

    Apartments Sauter

  5. Hotel Terentnerhof
    Hotel

    Hotel Terentnerhof

Tipps und weitere Infos