Sextner Sonnenuhr
Sextner Sonnenuhr

Sextner Sonnenuhr

Sie ist wohl die größte Sonnenuhr der Welt und umfasst fünf Mitglieder, die auch einzeln betrachtet von erhabener Schönheit sind.

Die sogenannte Sextner Sonnenuhr ist - wie man vielleicht vermuten möchte - keine Malerei an einer Hausfassade, sondern ein Naturdenkmal, das seinesgleichen sucht. Gemeint sind fünf Bergspitzen rund um Sexten, und zwar Neuner, Zehner (Sextner Rotwand) Elfer, Zwölfer und Einser.

Besonders charakteristisch für den Neuner (2.582 m) sind die unterschiedlichen Schichten der Sedimentierung, die auch von weitem sichtbar sind. Der Neuner ist das niedrigste Mitglied der Sextner Sonnenuhr. Der Zehner, dessen eigentlicher Name die Sextner Rotwand (2.965 m) ist, stellt den östlichen Eckpfeiler der Sextner Dolomiten dar und wurde - wie auch etliche Nachbarn - von Michel Innerkofler und Roland von Eötvös im Jahre 1878 erst-bestiegen.

Der Elferkofel (3.068 m) ist der Hauptgipfel der Elfergruppe. Wer sich in die Gefilde des Elferkofels begibt, stößt noch heute auf Hinterlassenschaften der Soldaten aus dem ersten Weltkrieg. Der Zwölferkofel liegt an der Grenze zum benachbarten Belluno, sein Hauptgipfel wiest eine Höhe von 2.917 m auf. Der Einserkofel ist spätestens seit dem Jahre 2007 weltbekannt - dann nämlich donnerten rund 60.000 m³ Felsen des Einserkofels zu Tale und hüllten es in eine Staubwolke. Auch heute noch sind die Spuren des Felssturzes an der Feldwand deutlich zu sehen.

Und wie funktioniert die Bergsonnenuhr? Von Bad Moos aus gesehen stimmt der Lauf der Sonne mit den Bergbezeichnungen überein. Zur Wintersonnwende steht die Sonne genau um 12 Uhr über dem Zwölfer und um 13 Uhr über dem Einser. Von Bad Moos aus sind die Sonnenstände über dem Neuner und dem Zehner nicht einsehbar, jedoch gilt dasselbe Prinzip auch für diese Bergspitzen. Kurzum: eine natürliche Uhr.

Vermutungen zufolge stammt auch der Name Sexten vom Zwölferkofel: 12 Uhr wurde von den Römern nämlich als “sexta ora” bezeichnet, da sie mit einer anderen Zeiteinteilung rechneten, und daraus könnte sich auch der Name “Sexten” abgeleitet haben.

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