Schnitzkunst

Die Ahrntaler Schnitzkunst entstand ursprünglich aus Langeweile der Hirten in den Almgebieten der Zillertaler Alpen.

Nicht nur das Spitzenklöppeln, sondern auch die Schnitzkunst ist ein Handwerk, das vor allem in Prettau im Ahrntal verwurzelt ist. Entstanden ist die Schnitzkunst gewissermaßen aus Langeweile der Hirten, die auf den Almen in den Zillertaler Alpen auf das Vieh der Bauern aus dem Ahrntal aufpassen mussten. Aus Wurzeln und Ästen wurden mit einem Taschenmesser verschiedenste Figuren geschnitzt, die im Herbst mit zurück ins Ahrntal gebracht und mit denen die Stuben dekoriert wurden. Diese Kunst erfreute sich zunehmender Beliebtheit und so begann man auch im Winter zu Hause zu schnitzen.

Allmählich gab es in jedem Ahrntaler Hof eine mit Werkzeug ausgestattete „Machkammer“, wo nicht nur geschnitzt wurde, sondern wo auch verschiedene Arbeits- und Haushaltsgeräte wie Besen, Stiele für Äxte, Sensen und Hauen hergestellt wurden. Bald stand in vielen „Machkammern“ auch eine Drehbank und so entstanden Kruzifixe, Herrgottswinkel und Feldkreuze.

Besonders beliebte Schnitz-Motive waren Hexengesichter, Teufelsgesichter sowie Sonnen, letztere sind schon beinahe zum Gütesiegel dieser Region im Ahrntal geworden. Und noch eine kuriose Geschichte: dem „Motzile Bauer“ soll angeblich beim Schnitzen der Teufel höchstpersönlich erschienen sein, und seit diesem Zeitpunkt wisse er genau, wie eine Teufelsmaske auszusehen hat.

In St. Jakob im Ahrntal wurde auch eine Schnitzschule gegründet, welche dafür sorgt, dass diese einmalige Handwerkskunst nicht in Vergessenheit gerät. Sie ist mittlerweile nach Bruneck übersiedelt. Sicherlich finden Sie im Ahrntal die Gelegenheit, einem Schnitzer bei seiner Arbeit über die Schulter zu schauen.

Empfohlene Unterkünfte

  1. Hotel Bühelwirt
    Hotel

    Hotel Bühelwirt

  2. Hotel Talblick
    Hotel

    Hotel Talblick

  3. Natur Idyll Hochgall
    Hotel

    Natur Idyll Hochgall

  4. Amonti & Lunaris
    Hotel

    Amonti & Lunaris

Tipps und weitere Infos