Untere Roetspitze 2010

Skitour auf die Untere Rötspitze

Die Skitour auf die Untere Rötspitze (3.290 m), Nachbar der mächtigen Rötspitze, ist eine Tour in hochalpinem Gelände, ideal für ausdauernde Skibergsteiger.

Los geht unsere Frühjahrstour an der Talschlusshütte in Kasern, wo wir rechts die kleine Brücke zum Heilig-Geist Kirchlein überqueren. Hier schnallen wir unsere Skier an und wandern durch ein kleines Tal auf der rechten Seite des Talbodens Richtung Labesaualm (1.751 m). Etwas steiler überwinden wir einen Buckel, der uns in ein weiteres Tal führt - auch diesem folgen wir auf der rechten Seite des Talbodens. Enorme Lawinenkegel prägen das Windtal, des öfteren müssen wir direkt über die Lawinen. In einem leichten Rechtsbogen erreichen wir die sogenannte „Burgl“, ein Hang, der uns direkt zum Lenkjöchl führt.

Rechts befindet sich hier auch die Lenkjöchlhütte (2.603 m). Weiter geht es über einen kurzen steilen Hang zu unserer Linken, schräg rechts wandern wir dann in das Gletscherfeld des Rötkees hinein (Achtung, Spaltengefahr!). In mäßiger Steigung überwinden wir dieses lange Schneefeld, stets mit dem Gipfel im Blickfeld. Bald ist der Sattel erreicht (3.200 m), Achtung, hier befinden sich oft größe Wechten. Weiter geht es über die letzten 90 hm zum Gipfel der Unteren Rötspitze, auch Rötschulter genannt. Die Untere Rötspitze ist der etwas kleinere Nachbar der mächtigen Rötspitze (3.495 m). Von der Unteren Rötspitze genießt man einen prächtigen Blick auf die 3.000er-Nachbarn Ahrner Kopf (3.051 m) und Dreiherrenspitze (3499 m), Rötspitze (3.495 m) und Merbspitze (3.090 m) sowie auf die umliegende Bergwelt des Ahrntales und weit über diese hinaus.

Die Abfahrt erfolgt entlang der Aufstiegsspur, das herrliche Gletscherfeld mit Firnschnee im oberen Teil ist ein Frühlingstraum für alle Skibergsteiger und das Highlight dieser Tour. Bei besonders sicheren Verhältnissen kann ein etwas direkterer Weg gewählt werden, man fährt also nicht mehr zum Lenkjöchl hinab. Der untere Teil gestaltet sich aufgrund der Lawinenkegel etwas schwierig, ist aber dennoch lohnend.

Hinweis: Früh- und Spätfrühjahrstour mit keinen größeren Schwierigkeiten alpin- und skitechnischer Natur, die jedoch ein beträchtliches Ausmaß an Ausdauer erfordert. Sichere Verhältnisse sind bei dieser Tour Voraussetzung, die Flanken zur Linken im unteren Teil der Tour sollten vollständig entladen sein. Früher Aufbruch nach einer klaren und kalten Nacht erforderlich. Abgesehen von der grandiosen Aussicht ist das Rötkees das absolute Highlight dieser Tour - bei günstigen Verhältnissen bereitet dieses eine herrliche Abfahrt. Weitere Möglichkeit: Übernachtung im Winterraum der Lenkjöchlhütte.

Autor: BS

Falls Sie diese Skitour machen möchten, informieren Sie sich über die aktuellen Bedingungen, Schnee- und Wetterlage sowie Lawinengefahr. Gründliche Planung, technische Ausrüstung (LVS-Gerät, Lawinenschaufel und Sonde) sowie detailliertes Kartenmaterial unerlässlich!

Startpunkt: Kasern, Talschlusshütte (1.600 m)
Charakter: hochalpine und teils steile Frühjahrstour ohne nennenswerte alpintechnische Schwierigkeiten, jedoch Ausdauer erforderlich; lohnender Skigipfel am Ahrntaler Talschluss im Angesicht zahlreicher Dreitauserner.
Weg: Kasern - Labesaualm - Lenkjöchl - Untere Rötspitze - Lenkjöchl - Labesaualm - Kasern
Aufstiegszeit: 4 - 4,5 h
Hangrichtung: N / W
Höhenunterschied: 1.690 m
Einkehrmöglichkeit: Talschlusshütte Kasern
Tipp am Rande der Tour: eine Einkehr im Heiliggeist-Kirchlein
Erlebt: April 2010
Infos bei: Tourismusverein Tauferer Ahrntal, Tel.: +39 0474 652081, E-Mail: taufers@ahrntal.com

Weitere Informationen zu: Skitour auf die Untere Rötspitze

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