Kehlburg
Die Kehlburg in Gais wurde im frühen 12. Jahrhundert erbaut. Der 30. April 1944 war ein schwarzer Tag in der Geschichte dieser Burg. Heute zeigt sie sich nur mehr als Ruine.
Neben der Burg Neuhaus hat Gais eine weitere Burgruine aufzuweisen, und zwar die Kehlburg. Auf einer Meereshöhe von 1188 m gelegen, wurde die Burganlage bereits im frühen 10. Jahrhundert von den Brixner Bischöfen erreichtet. Bischof Albuin war wohl die treibende Kraft - er erwarb im Jahre 995 auf dem “praedium Chela“ einen Hof. Die Burg war zunächst als “Chela Burg“ bekannt. In den folgenden Jahrhunderten war die Burg stets Gegenstand von Lehen oder Pfand.
Ein häufiger Besitzerwechsel kennzeichnet die lebhafte Geschichte der Kehlburg. Um 1500 war sie bereits zur Ruine geworden - im Jahre 1545 wurde sie Hans von Rost als Lehen übergeben, mit der Verpflichtung, diese wieder in Stand zu setzen. Weiter verkauft wurde sie im Jahre 1891, und zwar an den ungarischen Bischof Sigismund Bubnics, welcher die Burg wieder auf Vordermann brachte und sie prachtvoll ausstattete. Aus finanziellen Gründen jedoch musste er die Burg verkaufen.
Ein besonders schwarzer Tag in der Geschichte der Burg war der 30. April 1944, an dem die Burg einem verheerenden Feuer zum Opfer fiel und diese vollständig ausbrannte. Da die Burg nach dem Brand nicht mehr aufgebaut wurde, zeigt sie sich heute als Ruine.
Erreichbar ist die Ruine heute über den Wanderweg Nr. 2, der vom Dorf Gais startet. Durch dichten Wald erreicht man lichte Wiesen mit einigen Bergbauernhöfen. Nach einer Wanderstunde ist die geheimnisvolle Kehlburg erreicht.

