Burgruine Heinfels
Die imposante Anlage der Burg Heinfels ist ein markantes Wahrzeichen des östlichen Pustertales. Vom Burghügel genießt man einen herrlichen Blick auf das Tal.
Bildergallerie: Burgruine Heinfels
Auf der nördlichen Talseite des Pustertales, oberhalb von Panzendorf bei Sillian liegt ein Burghügel, auf dem die imposante Anlage der Burgruine Heinfels thront und nicht nur das Pustertal, sondern auch das gegenüberliegende Kartitscher Tal beherrscht. Erreichbar ist sie über mehrere Fußwege sowie einen Fahrweg.
Runde und eckige Türme, ein eindrucksvoller Bergfried, Zwingeranlagen sowie 38 Schießscharten kennzeichnen die mächtige Anlage. Auffallend sind auch die sogenannte Sturmpfähle, welche der Verteidigung dienten und es verhinderten, dass Leitern angelegt und die Mauer von außen beklettert werden konnten.
Heinfels entstand in seiner Gesamtheit in unterschiedlichen Zeiten, woraus sich die unregelmäßigen Formen der Anlage ergeben. Insgesamt kann sie in drei Baugruppen unterteilt werden, der älteste geht auf das 13. Jahrhundert zurück. Zentrum der mittelalterlichen Burg ist der ca. 20 m hohe Burgfried, an welchem der Palas angebaut wurde. Der Westtrakt nimmt den größten Teil des Burg ein und ist auch noch heute sehr gut erhalten. Das Juwel dieses Traktes ist ein Saal mit Stuckdekor, der auf das 18. Jahrhundert zurückgeht, der sogenannte Rittersaal.
Die Meilensteine in der Geschichte der Burgruine: im 13. Jahrhundert war die Burg in Besitz der Grafen von Görz, welche hier einen Militärstützpunkt errichteten. Nach dem Aussterben dieser Adelsfamilie ging der Besitz im Jahre 1500 an Kaiser Maximilian I über, der die Burg mitsamt Gericht aufgrund von Geldnot an den Bischof von Birxen verpfändete. Die Herren von Wolkenstein-Trostburg folgten als Besitzer. Im Jahre 1613 zerstörte ein Feuer große Teile der Burganlage. Heinfels gelangte in die Hände des Staates und wurde schließlich an die Gemeinden des Landgerichts Heinfels weiterverkauft. Seit 1977 ist die Burgruine Heinfels in Privatbesitz.

